Wer wird Geisenhausener Hexenmeister?
Gut, dass wir sehr vorausdenkende Mitglieder haben. Die denken gleich nach Weihnachten an den kommenden Fasching. Die Tollemogei rief auch frühzeitig das Motto für 2026 aus: „Fasching im Reich der Dunkelheit“. Und schon wurde geplant. Ein kleiner Traktor mit Anhänger? Nein, wegen der Auflagen beim Faschingszug macht das keinen Spaß. Ein per Hand geschobener Kfz-Anhänger? Jaaaaa, des mach ma!
Und weil Kolping immer ortsbezogene Themen bevorzugt und auch das Kolpingtheater vom Herbst 2025 noch präsent war („Verhexte Hex“) wurde kombiniert. Der Wagen zeigte das Thema „Geisenhausener Bürgermeisterwahl 2026“ und das Fußvolk drumherum verkleidete sich als Hexen, schönen Hexen. Renate Hein hat wie immer ein gutes Gespür und kümmerte sich mit großen Elan um einheitliche Hexenkostüme.
Und die Wagenbauer (Willi Hein, Edi Dettenhofer, Joe Ganslmeier und Sepp Ingerl) begannen in Feuerberg mit der Arbeit. Wie im Januar und Februar nicht unüblich, war es an allen Bau-Tagen saukalt, immer so -3 bis -6°C. Naja, die Kolpinger wollten halt nicht schwitzen! Zu Beginn ging es eigentlich recht zäh, weil die Bauform des geplanten Rathauses auf dem Wagen erst mal ausdiskutiert werden musste. Ein paar Bier später gab es gute Kompromisse und ein sehr gutes Ergebnis, wie sich an Ende herausstellte.
Wir erinnerten uns an den Fasching vor 12 Jahren. Damals war auch Bürgermeisterwahl und wir hatten einen „Drallawatsch“. Ein „Drallawatsch“ ist nach Aussage der Wagenbauer eine hohe Stange, oben ein 3-Kant Block mit den 3 Bildern der 3 Kandidaten der sich dreht. Und glücklicherweise waren die dafür benötigten Teile fast alle noch vorhanden – super! Alle 3 Kandidaten (Jürgen Frank, Martin Fischer, Andreas Kletzmeier) schenkten uns gerne je ein Exemplar ihres Wahlkampf-Posters. Und der „Drallawatsch“ war fast fertig. Ein Modellflugzeug-Akku von Sepp Ingerl und der 12 Volt Motor von Edi Dettenhofer sorgten für den reibungslosen Antrieb.
Nach dem Rohbau kamen die Künstler. Sepp Sirtl mit Edi und Willi entwickelten die Sprüche und sorgten für die nötigen Malereien.
Nach dem Rohbau ließen sich Willi und Edi treffende Sprüche einfallen, die von Sepp Sirtl auf Texttafeln umgesetzt wurden. Wegen eines gebrochenen Fußgelenks konnte Sepp am Ende nicht aktiv mitwirken.
Willi transportierte den fertigen Anhänger schon ein paar Tage vor dem Rosenmontag zu Franz Strasser. Dieser sehr ortsnahe Stellplatz erlaubte uns am Rosemontag einen schnellen Zugriff und einen sehr kurzen Weg zur Aufstellung des Faschingszuges am Jungbräueck.
Natürlich war nach dieser großartigen Vorarbeit der Faschingszug wieder ein voller Erfolg. Auch, weil sich über 30 Hexen dem Kolpingwagen anschlossen. Kolping erhielt auch (wie fast immer) einen 111.-€ Preis. Das hat uns sehr gefreut, danke an die Tollemogei! So konnte anschließend im Kolpingstüberl gerne ausgelassen gefeiert werden! „Kolping treu“ und „Tollemogei“!

(Text: Ing, Bilder: PD)